Im E-Commerce entscheiden Produktdaten nicht nur darüber, ob ein Produkt gefunden wird, sondern vor allem darüber, ob es gekauft wird. Für viele Unternehmen liegt hier ein unterschätzter Hebel: bessere Produktdaten erhöhen die Verständlichkeit, senken Rückfragen, reduzieren Kaufabbrüche und stärken Vertrauen.

Gerade im deutschen Markt ist das relevant, weil Onlinekauf längst Alltag ist: Laut Destatis haben 2024 gut 83 % der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland schon einmal online eingekauft (rund 52 Millionen Menschen). Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck – und damit der Anspruch an saubere, vollständige und rechtssichere Produktinformationen.

Wenn Sie als Unternehmer, Geschäftsführer oder Entscheidungsträger Umsatz steigern und Prozesse effizienter machen wollen, ist die Optimierung Ihrer Produktdaten kein „Nice-to-have“, sondern eine Managementaufgabe.

Warum Produktdaten ein direkter Conversion-Hebel sind

Viele Unternehmen investieren zuerst in Traffic (Ads, SEO, Kampagnen) – und verlieren dann Umsatz auf der Produktseite. Der Grund: Der Nutzer ist da, aber die Informationen überzeugen nicht.

Was mit „Produktdaten“ im E-Commerce gemeint ist

Produktdaten sind alle Informationen, die ein Produkt im Shop, auf Marktplätzen oder in Feeds beschreiben. Dazu gehören unter anderem:

  • Produkttitel
  • Kurz- und Langbeschreibung
  • Merkmale/Attribute (Größe, Material, Leistung, Farbe etc.)
  • Variantenlogik
  • Bilder, Videos, PDFs
  • Preis, Grundpreis, Rabatthinweise
  • Verfügbarkeit, Lieferzeit
  • Hersteller- und Sicherheitsinformationen
  • technische Datenblätter
  • Kategorisierung / Taxonomie

Wichtig: Produktdaten sind nicht nur „Textpflege“. Sie sind die Grundlage für Suche, Filter, Vergleichbarkeit, Vertrauen und rechtssichere Darstellung.

Warum schlechte Produktdaten Umsatz kosten

Wenn Produktdaten unklar oder unvollständig sind, passiert typischerweise Folgendes:

  • Nutzer finden das passende Produkt nicht über Filter oder Suche
  • Nutzer verstehen Unterschiede zwischen Varianten nicht
  • Nutzer brechen ab, weil Informationen fehlen (z. B. Maße, Kompatibilität, Lieferzeit)
  • Support-Aufwand steigt (Rückfragen vor dem Kauf)
  • Retouren steigen (falsche Erwartungen)
  • Marktplatz- oder Feed-Performance leidet

Anders gesagt: Conversion Optimierung beginnt oft nicht beim Button-Design, sondern beim Datenmodell und bei der Datenqualität.

Der Markt zeigt klar: Nachfrage ist da – Vergleichbarkeit wird wichtiger

Die Online-Nachfrage in Deutschland bleibt hoch. Destatis berichtet für 2024 unter anderem:

  • 67 % der 16- bis 74-Jährigen haben in den letzten drei Monaten vor der Befragung online eingekauft
  • 48 % kauften Kleidung/Schuhe/Accessoires
  • 29 % kauften Güter des täglichen Bedarfs online
  • 23 % kauften Möbel, Heimzubehör oder Gartenartikel online

Auf der Europa-Seite von Destatis wird Deutschland mit 83 % Onlinekäuferanteil (bezogen auf Internetnutzende 16–74) im EU-Ranking 2024 auf Platz 8 genannt; zudem zählt Bekleidung in Deutschland 2024 zu den beliebtesten Onlineproduktgruppen.

Für Unternehmen bedeutet das: In vielen Kategorien konkurrieren Sie nicht mehr nur über Preis, sondern über Informationsqualität und Kaufkomfort. Je austauschbarer das Sortiment, desto stärker wirkt die Qualität Ihrer Produktdaten auf die Conversion.

Typische Schwachstellen in Produktkatalogen deutscher Unternehmen

In der Praxis sehen wir branchenübergreifend immer wieder die gleichen Muster – vom Hersteller über den Großhandel bis zum D2C-Shop.

Unvollständige oder inkonsistente Stammdaten

Beispiel: Bei einem Teil des Sortiments ist das Material gepflegt, bei einem anderen nicht. Maßeinheiten wechseln zwischen „cm“, „mm“ und Freitext. Farben heißen einmal „anthrazit“, einmal „dunkelgrau“.

Folgen:

  • Filter funktionieren unzuverlässig
  • Kategorien wirken unprofessionell
  • Nutzer können Produkte schlechter vergleichen
  • Datenfeeds zu Marktplätzen oder Preisvergleichssystemen werden fehleranfällig

Produkttexte aus Herstellerdatenblättern 1:1 übernommen

Herstellertexte sind oft technisch, redundant oder nicht zielgruppengerecht. Sie beantworten nicht die eigentliche Kaufentscheidung:

  • „Passt das zu meinem Anwendungsfall?“
  • „Was ist der Unterschied zu Alternative A/B?“
  • „Welche Vorteile habe ich im Alltag/Betrieb?“

Gerade im B2B-Bereich führt das zu langen Abstimmungen im Vertrieb – obwohl gute Produktdaten viele Vorfragen bereits digital klären könnten.

Variantenchaos statt klarer Auswahl

Typische Probleme:

  • Varianten als separate Produkte statt sauber gebündelt
  • fehlende Zuordnung von variantenspezifischen Bildern
  • unklare Vererbung von Merkmalen (z. B. Grunddaten vs. variantenspezifische Daten)
  • Größen/Leistungen nicht vergleichbar dargestellt

Das kostet Conversion, weil Nutzer unnötig suchen oder falsche Varianten bestellen.

Preisdarstellung ohne Klarheit

Im deutschen Markt sind Preistransparenz und Lesbarkeit nicht nur Conversion-Themen, sondern auch Compliance-Themen. Die Preisangabenverordnung (PAngV) regelt Preisangaben gegenüber Verbrauchern; die Verordnung soll Preisklarheit und Vergleichbarkeit sichern.

Praxisrelevant für die Conversion: Selbst rechtlich formal korrekte Preisangaben können kaufhemmend wirken, wenn sie schlecht strukturiert oder optisch unklar sind.

Medienqualität und Barrierefreiheit werden unterschätzt

Ein gutes Produktbild hilft – aber nur, wenn Kontext, Perspektive, Variantenbezug und ergänzende Informationen stimmen. Zusätzlich gewinnt Barrierefreiheit an Bedeutung: Die Bundesregierung stellt zum BFSG klar, dass Webseiten und Apps, die Dienstleistungen anbieten (einschließlich Online-Shops), unter das Gesetz fallen; das BFSG setzt die EU-Richtlinie (EAA) um.

Das ist nicht nur ein Rechtsthema. Barrierefreie, klar strukturierte Inhalte verbessern häufig auch die allgemeine Nutzbarkeit – und damit die Conversion Optimierung.

Welche Produktdaten die Conversion im E-Commerce wirklich beeinflussen

Nicht jedes Datenfeld ist gleich wichtig. Entscheidend sind die Informationen, die Kaufentscheidungen beschleunigen und Unsicherheit reduzieren.

1) Kaufentscheidende Kerndaten zuerst

Die wichtigsten Informationen gehören sichtbar nach oben – auf jeder Produktdetailseite und in jeder Listendarstellung:

  • Produktname mit klarer Unterscheidung
  • wichtigste Nutzenmerkmale
  • Preis/Preislogik verständlich
  • Verfügbarkeit / Lieferzeit
  • Variantenstatus (welche Option ist verfügbar?)

Das klingt banal, wird aber in vielen Sortimentsstrukturen nicht konsequent umgesetzt.

2) Vergleichbarkeit statt Textwüste

Nutzer vergleichen Produkte. Gute Produktdaten unterstützen das aktiv:

  • standardisierte Attribute
  • konsistente Einheiten
  • identische Reihenfolge der wichtigsten Merkmale
  • klare Abgrenzung zwischen Varianten und Alternativen

Je komplexer das Sortiment (z. B. Technik, Industriebedarf, Möbel, Ersatzteile), desto stärker wirkt strukturierte Vergleichbarkeit auf die Conversion.

3) Nutzenorientierte Beschreibungen statt rein technischer Aufzählungen

Eine gute Produktbeschreibung beantwortet drei Fragen:

  1. Wofür ist das Produkt geeignet?
  2. Was ist der konkrete Vorteil im Einsatz?
  3. Welche Einschränkungen oder Voraussetzungen gibt es?

Das schafft Vertrauen – und reduziert Fehlkäufe.

4) Vertrauensdaten und Pflichtinformationen sauber integrieren

Vertrauen entsteht nicht nur durch Marketingtexte, sondern durch belastbare Informationen:

  • Hersteller-/Markenangaben
  • Sicherheits- und Warnhinweise (wo relevant)
  • technische Dokumente
  • Kontakt-/Verantwortlicheninformationen (je nach Produkt und Rechtsrahmen)
  • klare Preisangaben

Die neue EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) erhöht im Onlinehandel die Anforderungen an strukturierte Produktinformationen. Das BMUKN/BMUV weist in seinen FAQs ausdrücklich darauf hin, dass Online-Marktplätze ihre Schnittstellen so gestalten müssen, dass Unternehmer bestimmte Produktinformationen bereitstellen können und diese in der Produktliste angezeigt oder leicht zugänglich sind.

Für Unternehmen heißt das strategisch: Wer Produktdaten strukturiert aufbaut, arbeitet nicht nur conversion-stärker, sondern auch zukunftssicherer.

5) Barrierefreie Inhalte als Wettbewerbsfaktor

Die Bundesregierung beschreibt für BFSG-relevante Webangebote u. a. Anforderungen wie verständliche Struktur, ausreichende Schriftgröße/Kontraste und Unterstützung von Vorlesefunktionen; außerdem nennt sie Online-Shops explizit als betroffene Dienstleistungen.

Praxisnutzen im E-Commerce:

  • bessere Lesbarkeit auf mobilen Geräten
  • klarere Informationshierarchie
  • bessere Bedienbarkeit für alle Nutzergruppen
  • weniger Reibung im Kaufprozess

Schritt-für-Schritt: Produktdaten systematisch optimieren

Wenn Sie Produktdaten verbessern möchten, sollten Sie nicht mit „Texte umschreiben“ starten, sondern mit einer strukturierten Vorgehensweise.

Schritt 1 – Ziele und Prioritäten festlegen

Nicht das ganze Sortiment gleichzeitig anfassen

Starten Sie mit den Produktgruppen, die den größten Hebel haben:

  • umsatzstarke Topseller
  • margenstarke Produkte
  • Produkte mit hoher Retourenquote
  • Produkte mit vielen Rückfragen
  • Produkte mit starker Konkurrenz in Suchergebnissen/Marktplätzen

Definieren Sie pro Kategorie klare Ziele, z. B.:

  • bessere Vergleichbarkeit
  • weniger Rückfragen
  • sauberere Filterbarkeit
  • höhere Sichtbarkeit in Listen/Feeds
  • bessere Conversion auf PDPs

Schritt 2 – Daten-Audit durchführen

Ohne Audit wird Optimierung zur Bauchentscheidung

Ein professionelles Audit prüft typischerweise:

  • Vollständigkeit (welche Pflicht-/Sollfelder fehlen?)
  • Konsistenz (Einheiten, Benennungen, Schreibweisen)
  • Struktur (Attribute vs. Freitext)
  • Variantenlogik
  • Kategorisierung
  • Medienqualität
  • rechtlich sensible Felder (Preisangaben, Hinweise)
  • kanalbezogene Eignung (Shop, Marktplatz, Feed)

Erst danach lässt sich seriös entscheiden, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind.

Schritt 3 – Datenmodell und Taxonomie vereinheitlichen

Das ist die Grundlage jeder skalierbaren Conversion Optimierung

Viele Probleme entstehen, weil es keine verbindlichen Standards gibt. Deshalb brauchen Sie:

  • einheitliche Attributsets pro Warengruppe
  • klare Felddefinitionen (Pflicht / optional / kanalabhängig)
  • standardisierte Werte (z. B. Dropdown-Logik statt Freitext)
  • Regeln für Varianten und Vererbung
  • Benennungsregeln für Titel und Dateinamen

Ohne diese Basis bleibt jede Content-Optimierung Stückwerk.

Schritt 4 – Produkttexte conversion-orientiert überarbeiten

Verständlich, konkret, differenzierend

Für Unternehmer ohne Fachausbildung im E-Commerce ist wichtig: „Gute Produkttexte“ heißt nicht „lange Texte“.

Besser ist eine klare Struktur, z. B.:

  • Kurzbeschreibung: Was ist das Produkt / Hauptnutzen
  • Einsatzbereiche: Für wen/welchen Zweck geeignet
  • Vorteile: 3–5 konkrete Nutzenpunkte
  • Technische Daten: sauber strukturiert
  • Hinweise: Voraussetzungen, Kompatibilität, Grenzen

So verbinden Sie Verständlichkeit mit fachlicher Präzision.

Schritt 5 – Preise und Preislogik sauber darstellen

Preisklarheit unterstützt Vertrauen und Abschluss

Im B2C-Bereich sind korrekte und gut zuordenbare Preisangaben zentral. Die PAngV regelt Preisangaben gegenüber Verbrauchern; auf EU-Ebene verfolgt die Preisangaben-Richtlinie das Ziel transparenter Preis- und Grundpreisangaben für bessere Vergleichbarkeit.

Für die Conversion heißt das praktisch:

  • Gesamtpreis klar sichtbar
  • Grundpreis dort, wo relevant
  • Rabatthinweise nachvollziehbar
  • keine widersprüchlichen Preisangaben in Liste, PDP und Checkout

Schritt 6 – Medien und Barrierefreiheit mitdenken

Bilder, PDFs und Inhalte müssen nutzbar sein

Optimieren Sie nicht nur „schöne Bilder“, sondern Informationsnutzen:

  • Hauptbild mit klarer Produktidentifikation
  • Detailbilder für kaufrelevante Merkmale
  • variantenspezifische Bilder
  • technische PDFs aktuell und korrekt zugeordnet
  • strukturierte Inhalte für bessere Lesbarkeit und Bedienbarkeit

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit betont für Online-Shops, dass Websites und Apps barrierefrei sein müssen, damit Online-Shopping wirklich zugänglich wird.

Schritt 7 – Qualitätssicherung und Monitoring einführen

Produktdaten sind kein Einmalprojekt

Nach der Erstoptimierung beginnt die eigentliche Arbeit: Datenqualität halten.

Empfehlenswert sind feste KPIs und Prüfregeln, z. B.:

  • Vollständigkeitsquote je Kategorie
  • Attributabdeckung (z. B. Material, Maße, Leistung)
  • Fehlerquote bei Varianten
  • Anteil Freitext vs. strukturierte Attribute
  • Anteil Produkte mit medienseitiger Mindestqualität
  • Rückfragen/Supportgründe je Kategorie
  • Conversion-Entwicklung je optimierter Produktgruppe

So wird Produktdatenarbeit steuerbar – und für die Geschäftsführung nachvollziehbar.

Typische Praxisbeispiele aus dem deutschen Marktumfeld

Nicht jede Branche braucht dieselbe Tiefe an Produktdaten. Entscheidend ist der kaufrelevante Informationsgrad.

Beispiel 1: Industrie-/B2B-Sortiment mit vielen technischen Varianten

Typisches Problem:

  • technische Daten liegen vor, aber uneinheitlich
  • Varianten sind schwer vergleichbar
  • Einkauf/Vertrieb beantworten immer wieder dieselben Rückfragen

Lösung:

  • Attributstandard pro Produktfamilie
  • klare Variantenstruktur
  • technische Daten als strukturierte Felder statt nur PDF
  • anwendungsbezogene Beschreibungen für Einkäufer

Wirkung:

  • bessere Vorqualifizierung digitaler Anfragen
  • weniger Reibung zwischen Marketing, Vertrieb und Kundenservice
  • stärkere Conversion bei wiederkehrenden Produkten

Beispiel 2: D2C-/Retail-Sortiment mit hoher visueller Relevanz

Typisches Problem:

  • gute Bilder, aber schwache Merkmalsdaten
  • Filter funktionieren nicht zuverlässig
  • Nutzer können ähnliche Produkte nicht sauber unterscheiden

Lösung:

  • konsequente Attributpflege (Material, Maße, Einsatz, Stil, Kompatibilität)
  • standardisierte Produktnamen
  • vergleichbare Bullet-Struktur auf PDPs
  • saubere Preis- und Variantenlogik

Wirkung:

  • schnellere Orientierung
  • höhere Kaufwahrscheinlichkeit bei mobilen Nutzern
  • weniger Fehlkäufe aufgrund falscher Erwartungen

Beispiel 3: Marktplatz- und Shop-Betrieb parallel

Typisches Problem:

  • unterschiedliche Datenanforderungen je Kanal
  • doppelte Pflege
  • Inkonsistenzen zwischen Shop, Marktplatz und Feed

Lösung:

  • zentrale Datenlogik (Single Source of Truth)
  • kanalbezogene Ausspielregeln
  • definierte Pflichtfelder je Vertriebskanal
  • Qualitätsprüfung vor Export

Wirkung:

  • weniger operative Fehler
  • schnellere Sortimentsaussteuerung
  • bessere Skalierbarkeit bei Sortimentserweiterung

Warum Produktdaten-Optimierung in erfahrene Profihände gehört

Hier kommt die unbequeme, aber wichtige Wahrheit: Produktdaten- und Katalogoptimierung ist ein interdisziplinäres Thema. Es betrifft:

  • Strategie
  • Conversion Optimierung
  • Content/Copywriting
  • Informationsarchitektur
  • Shop-/PIM-/ERP-Prozesse
  • Recht/Compliance
  • SEO
  • Marktplatzlogik

Das kann intern teilweise aufgebaut werden – aber in vielen Unternehmen fehlen Zeit, Standards und Erfahrung aus vergleichbaren Projekten. Dann wird „günstig lösen“ schnell teuer.

Billige Umsetzung ist oft teuer in der Folgewirkung

Zu günstige Anbieter oder rein operative Datenerfassung ohne Konzept führen häufig zu:

  • inkonsistenten Regeln
  • schlechter Skalierbarkeit
  • Nacharbeiten bei Relaunch/Marktplatzanbindung
  • rechtlichen Risiken bei Preis-/Pflichtangaben
  • ausbleibender Wirkung trotz Budgeteinsatz

Qualitativ hochwertige Leistungen können im E-Commerce nicht „billig“ sein, wenn sie wirklich nachhaltig wirken sollen. Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern der wirtschaftliche Gesamtnutzen.

Woran Sie eine gute Digitalagentur erkennen

Eine erfahrene Digitalagentur für E-Commerce sollte nicht nur Texte liefern, sondern ein belastbares Vorgehen:

  • Audit statt Schnellschuss
  • klare Priorisierung nach Business-Relevanz
  • verständliche Handlungsempfehlungen für Entscheider
  • Umsetzungskompetenz für Shop/PIM/Feeds
  • Qualitätssicherung und messbare Datenstandards
  • rechtliches Problembewusstsein (ohne Rechtsberatung zu ersetzen)

Was eine professionelle Produktdaten-Optimierung konkret leisten sollte

Wenn Sie das Thema extern vergeben, achten Sie darauf, dass die Leistung nicht bei „Produkttexten“ endet. Sinnvoll ist ein Leistungspaket, das z. B. umfasst:

Strategische Basis

  • Sortimentssichtung und Priorisierung
  • Zieldefinition nach Umsatz/Marge/Prozesshebeln
  • Kanalstrategie (Shop, Marktplatz, Feed)

Daten- und Katalogkonzept

  • Attributmodell / Taxonomie
  • Variantenlogik
  • Benennungsstandards
  • Qualitätskriterien

Content & Conversion

  • conversion-orientierte Produkttexte
  • Nutzenargumentation je Zielgruppe
  • strukturierte PDP-Inhalte
  • SEO-konforme Datenpflege (inkl. Keywords wie E-Commerce, Conversion Optimierung, Digitalagentur – sinnvoll und natürlich eingebunden)

Qualität & Skalierung

  • Prüfregeln / Workflows
  • Templates
  • Rollout für weitere Kategorien
  • Schulung interner Teams

Genau hier trennt sich operative Dateneingabe von echter Wertschöpfung.

Fazit: Produktdaten sind Umsatzhebel, Effizienzhebel und Wettbewerbsvorteil zugleich

Wer im E-Commerce nachhaltig wachsen will, sollte Produktdaten nicht als Nebenaufgabe betrachten. Gute Produktdaten verbessern:

  • Auffindbarkeit
  • Verständlichkeit
  • Vergleichbarkeit
  • Vertrauen
  • Prozesseffizienz
  • Skalierbarkeit des Sortiments

Und sie helfen, den steigenden Anforderungen im deutschen und europäischen Markt besser gerecht zu werden – von Preistransparenz bis Barrierefreiheit und strukturierten Pflichtinformationen.

Unternehmen, die dieses Thema professionell angehen, verschaffen sich einen echten Vorsprung. Unternehmen, die es halbherzig oder zu billig lösen, zahlen oft später doppelt – durch Nacharbeit, Reibungsverluste und verschenkte Conversion.

Wenn Sie Ihre Produktdaten und Ihren Katalog im E-Commerce gezielt verbessern möchten, fordern Sie bei unserer Varexa Digitalagentur ein unverbindliches Angebot an. Wir unterstützen Sie strukturiert – von der Analyse über die Conversion-orientierte Optimierung bis zur skalierbaren Umsetzung für Shop und Vertriebskanäle.


Quellenangaben

  • Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 446 vom 28.11.2024: „83 % der 16- bis 74-Jährigen kaufen online ein“.
  • Statistisches Bundesamt (Destatis), Europa-Themenseite „Onlineshopping: Immer mehr Menschen kaufen online“ (Datenstand 14.01.2025).
  • Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 004 vom 08.01.2025 zum Einzelhandelsumsatz 2024 (Schätzung, vorläufig).
  • Bundesregierung, FAQ/Beitrag zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), veröffentlicht am 26.06.2025.
  • Bundesfachstelle Barrierefreiheit, „E-Commerce: Wissen zum BFSG“.
  • Bundesministerium (BMUKN/BMUV), FAQ zur Allgemeinen EU-Produktsicherheitsverordnung (VO (EU) 2023/988).
  • Gesetze im Internet (BMJ/BfJ), Preisangabenverordnung (PAngV) – amtliche Gesetzesfassung / Nachweis im offiziellen Gesetzesportal.
  • EUR-Lex (EU), Zusammenfassung zur Preisangaben-Richtlinie (98/6/EG) – Preisangaben auf Verbraucherprodukten.